35 Jahre XT - DIE ENDURO

XT – zwei Buchstaben, die seit Jahren für Freiheit und Abenteuer auf zwei Rädern stehen.
Den Anfang nahm alles vor 35 Jahren, als die XT500 erstmalig in Europa angeboten wurde und auf Anhieb zu einem Erfolg wurde. Aber vielmehr noch: Die XT500 gilt darüber hinaus als Urahn einer damals ganz neuen Kategorie von Fahrzeugen, den großvolumigen Viertakt-Enduros. Die Grundkonzeption der 500er wurde im Verlauf der Dekaden sowohl in die kleineren, als auch die größeren Hubraum-Kategorien übertragen.
Heute gibt es XT-Modelle von 125 ccm bis 1200 ccm Hubraum.
Ursprünglich mit einem luftgekühlten Motor und zwei Federbeinen am Hinterrad ausgerüstet, wurden sehr schnell neue Hinterradfederungssysteme eingeführt, zunächst in Form von Cantilever-Schwingen mit Zentralfederbein bis hin zu den heutigen Monocross-Federungen. Aber auch im Bereich des Motors gab es einen innovativen Evolutionsprozess: 4-Ventil-Zylinderköpfe, 5-Ventiler (XTZ660), Registervergaser-Systeme, Flüssigkeitskühlung, Einspritzanlagen und geregelte Katalysatoren sind nur einige der technischen Highlights in der Entwicklungsgeschichte der XT-Motoren.
Das heutige Flaggschiff der Modellreihe, die XT1200Z Super Ténéré ABS bietet neben modernster Motoren- und Fahrwerkstechnik auch eine ganze Reihe von Assistenz-Systemen, wie Integralbremssystem mit ABS-Unterstützung, Traktionskontrolle, elektronische Drosselklappen-Steuerung sowie D-Mode mit unterschiedlichen Kennfeldern für die Motorsteuerung.
Im Rahmen des Jubiläums "35 JAHRE XT-SERIE" in Deutschland möchten wir unseren XT-Kunden mit einem kleinen Präsent danken:
Alle Käufer eines XT-SERIE Modells als Neufahrzeug in 2012 erhalten ein „35 JAHRE XT-SERIE PRÄSENT“.
Die XT-Baureihe ist nicht nur bei Yamaha sondern auch markenübergreifend eine der erfolgreichsten Modellreihen. So wurden alleine in Deutschland in den vergangenen 35 Jahren über 100.000 Fahrzeuge zugelassen, der aktuelle Bestand an XT-Modellen liegt bei ca. 50.000 Fahrzeugen – beides Zahlen, die sich wahrlich sehen lassen können.
| Modell | Typ | Zulassungszeitraum | kW | Gesamt |
| XT1200Z Super Ténéré ABS | DP01 | 2011 - heute | 80,9 | 1.572 |
| XTZ750 | 3LD | 1989 - 1997 | 51 | 4.365 |
| XTZ750 | 3WM | 1990 - 1993 | 37 | 194 |
| XTZ660 | 3YF | 1991 - 1999 | 35 | 5.165 |
| XT660Z Ténéré | DM02 | 2008 - heute | 35,6 | 1.032 |
| XT660R/X | DM01 | 2004 - heute | 35,3 | 6.789 |
| XT660Z Ténéré | 34L | 1983 - 1985 | 32 | 1.495 |
| XT660Z Ténéré | 55W | 1985 - 1986 | 32 | 567 |
| XT660Z Ténéré | 1VJ | 1986 - 1989 | 34 | 2.938 |
| XT660Z Ténéré | 3AJ | 1988 - 1991 | 34 | 2.335 |
| XT600 N | 2NF | 1988 - 1990 | 20 | 2.331 |
| XT600 H | 2KF | 1987 - 1990 | 33 | 3.593 |
| XT600 E/KN | 3UW | 1990 - 1994 | 20 | 6.212 |
| XT600 E/KH | 3TB | 1990 - 1994 | 33 | 8.470 |
| XT600 E/K | 3TB | 1993 - 2003 | 33 | 7.230 |
| XT600 E/K | 3UW | 1993 - 1995 | 25 | 966 |
| XT600 | 43F | 1984 - 1987 | 20 | 2.187 |
| XT600 | 43F | 1984 - 1987 | 32 | 3.017 |
| XT550 | 5Y3 | 1982 - 1984 | 28 | 2.777 |
| XT500 | 1U6 | 1977 - 1990 | 20 | 24.718 |
| XT350 N | 55V | 1986 - 1992 | 13 | 1.056 |
| XT350 H | 55V | 1985 - 1990 | 20 | 3.248 |
| XT350 | 3YT | 1990 - 1995 | 13 | 899 |
| XT250 | 3Y3 | 1980 - 1983 | 16 | 5.403 |
| XT250 | 3Y3 | 1984 - 1990 | 13 | 3.105 |
| XT125 | 74 | 2005 - heute | 7,3 | 5.253 |
Im Folgenden haben wir die Modell-Highlights der letzten 35 Jahre aufbereitet. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei dem Streifzug durch die Geschichte einer erfolgreichen Modellreihe.
1977
Markteinführung der XT500 (1U6) in Europa.
Urahn der großvolumigen 4-Takt-Enduros. 20kW (27PS) bei 5.900/min und legendäre Dampfhammer-Charakteristik.
Cyril Neveu gewann 1979 mit der XT500 (5Y3) die Paris-Dakar.
1980
Vorstellung der XT250 (3Y3)
Nach dem Vorbild der XT500 gestaltete leichte 250er XT.
Mit Cantilever-Schwinge und versicherungsgünstigen 13kW (17PS), offen jedoch mit 16kW (22PS).
1982
Die XT550 (5Y3) kommt auf den Markt.
Premiere eines 4-Ventilzylinderkopfes bei einem Yamaha-Einzylinder-Motor.
Cantilever-Schwinge, längere Federwege und weitere Off Road Komponenten sorgen für gute Geländequalitäten.
1983
Die XT600Z Ténéré (34L/55W) – die technisch aufwendige Paris-Dakar Replica betritt die Arena.
Mit 29 Litertank, Offroad-tauglichem Fahrwerk und 160km/h Topspeed ist sie die Reiseenduro schlecht hin und definiert eine neue Fahrzeug-Kategorie.
1984
Mailänder Salon – November 1983: Erstmalige Präsentation der XT600 (43F) - Markteinführung 1984.
Mit 32kW (44PS) löst der 4-Ventiler die XT550 ab.
Überzeugend auch im Gelände dank Mono Cross Federungssystem.
1985
XT350 (55V/3YT) - die kleinere Ausführung der 600er XT wird vorgestellt.
Verfügbar in 3 Leistungsstufen, mit versicherungsgünstigen 13kW (17PS), seinerzeit stufenführerscheintauglichen 20kW (27PS) oder offen mit 25kW (34PS).
1987
1987 erfuhr die XT600Z Ténéré (1VJ) erste Änderungen:
Geänderte Tankform mit seitlich heruntergezogenen Flanken und 23 Litern Volumen.
Das Volumen der Airbox wuchs auf 6 Liter und die Sitzhöhe wurde auf 86cm abgesenkt.
Geradezu revolutionär – der Elektrostarter der neuen XT600Z Ténéré.
1987
1987 – die XT600 (2NF) wird erstmals gründlich Überarbeitet.
Größere Ventile, geänderte Vergaser und ein neuer Schalldämpfer sorgen für 33kW (45PS).
Optisch neu: Tank, Seitendeckel, Schutzblech hinten, Rücklicht und die seitlichen Lufthutzen.
1988
Letztes Baujahr der XT500 (1U6)
Mit vielen verchromten Bauteilen.
Mit 25.000 Zulassungen eines der erfolgreichsten Motorräder in Deutschland.
Heute längst ein begehrtes Sammlerobjekt wie übrigens alle Modelljahre dieses Kultobjektes.
1988
Das Facelift der XT600Z Ténéré (3AJ) wird präsentiert:
Mit rahmenfester Verkleidung mit Scheibe und integrierten Doppelscheinwerfern sowie neuem Tank und Seitenverkleidungen bekam sie ein neues Gesicht. Außerdem wurden Zylinder und –kopf überarbeitet.
1989
Ein neuer Stern am Enduro-Himmel erscheint: Die XTZ750 Super Ténéré (3LD)
Mit hochmodernem Motor, 5- Ventiltechnik, geländetauglichem Fahrwerk, 27 Litertank und 51kW (69PS) setzte sie neue Maßstäbe.
Topspeed über 180km/h!
Sieben Siege bei der Paris- Dakar – sechs davon mit Stéphane Peterhansel, einer mit Edi Orioli!
1990
XT600E (3TB/3UW)– Vorstellung der XT600 mit Elektrostarter.
Auch sonst wurde die XT in diesem Jahr in vielen Punkten überarbeitet.
Für Puristen gab es bis 1994 die preisgünstigere XT600K, die nur mit Kickstarter ausgerüstet war.
Insgesamt wurden von der XT600-Reihe - ohne die Ténéré-Version - über 34.000 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen.
1991
Die XTZ660 (3YF) kommt auf den Markt.
Nicht nur dank 5-Ventiltechnik, Flüssigkeitskühlung und modernem Fahrwerk auf der Höhe der Zeit.
Mit seinerzeit stufenführerscheintauglichen 20kW (27PS) bzw. später 25kW (34PS) oder auch offen mit 39kW (48PS) lieferbar.
2004
Mit der Markteinführung der XT660R wurde die große Einzylinder-Enduro grundlegend renoviert:
Flüssigkeitskühlung, 4-Ventil-Zylinderkopf und Benzineinspritzung waren der Stand der Technik.
Zeitgleich mit der XT660R kam die XT660X, ihre Supermoto-Variante auf den Markt.
2005
Im Jahr 2005 taucht das Modellkürzel XT erstmalig auch in der 125er Klasse auf und rundet das XT Programm nach unten ab.
Ähnlich wie bei der 660er gibt es im selben Jahr mit der XT125X parallel auch eine Supermoto-Variante.
2008
Die XT660Z Ténéré betritt die Bühne.
Eine gänzlich neu entwickelte Einzylinder-Enduro, die wieder an die alten Ténéré-Werte anknüpft.
Robust, geländetauglich mit modernster Technik ausgestattet, weiß sie auf großer Abenteuertour zu überzeugen.
2010
Premiere der XT1200Z Super Ténéré ABS im ersten Modelljahr mit dem First Edition Kit.
Die großvolumige, leistungsstarke Abenteuer-Reise-Enduro schlechthin.
Komfortabel und ausgestattet mit Goodies wie Traktionskontrolle, ABS und unterschiedlichen Motorkennfeldern.
2012
XT1200Z Super Ténéré ABS Worldcrosser Edition.
Modellvariante der Super Ténéré mit jeder Menge nützlicher Extras: Seitenverkleidungen, Gabel- und Rahmenprotektoren aus Carbon, Kardanwellenschild und hinterer Bremsenprotektor aus schwarz eloxiertem Aluminium sowie Motorschutz und Sticker-Set.

